Bei einer größeren Anzahl vom Hamstern treten sowohl unerwünschtes Verhalten als auch Verhaltensstörungen auf. Ein Grund dafür kann sein, dass die Tiere oftmals ohne die nötige Beratung verkauft werden. Häufig geraten daher die kleinen Nager an Halter, die kaum etwas über ihre Haltung und Fütterung wissen. Ebenso wenig sind sie über das Verhalten der Tiere sowie über die spezielle Hamstersprache informiert.
Eine weitere Ursache für Verhaltensauffälligkeiten bei Hamstern kann die Tatsache sein, dass häufig neue Arten in den Zoofachhandel gelangen, ohne dass genügend biologische Daten aus Freilandbeobachtungen vorhanden sind.
Auch durch fehlende Bedürfnisbefriedigung kann es bei den Kleinnagern zu Störungen und Problemverhalten kommen.
Zu den Verhaltensauffälligkeiten zählen:
- Aggressivität gegenüber Artgenossen (intraspezifische Aggression)
- Aggressivität gegenüber dem Menschen (interspezifische Aggression), teilweise gepaart mit Angst (als Grundgefühl) und Furcht (als Reaktion auf eine konkrete Gefahr)
- Kannibalismus (Fressen von Artgenossen)
- Kronismus (Fressen der eigenen Nachkommen)
- abnormal-repetitive Verhaltensweisen (ARV) => Verhalten, dass unangemessen wiederholt auftritt und invariabel im Ablauf und/oder in dessen Orientierung ist, wie etwa stereotypes Graben oder Gitternagen
