Bei der Haltung eines Hamsters als Heimtier ist es auch wichtig, ihn artgerecht zu beschäftigen, um seine geistige Gesundheit zu fördern.
Neben seinem Käfig oder Hamster-Terrarium sollte dem bewegungs-aktiven Kleintier ebenfalls ein Freigehege mit Spielgeräten zur Verfügung gestellt werden. Ein Abenteuerspielplatz, der seinen natürlichen Lebensraum etwas nachahmt, in dem der Nager Neues entdecken und sich austoben kann.
Seien Sie kreativ und erfreuen Sie sich an an der Geschicklichkeit Ihres Hamsters, wenn er auf Endeckungsreise des neuen Terrains geht!
Schädliches Spielzeug
Wichtig ist es, auf natürliche, unbehandelte Materialien zurückzugreifen, damit sich das Tier nicht verletzt oder anders zu Schaden kommt. Deshalb verzichten Sie auf Gegenstände (z. B. Kinderspielzeug) aus Kunststoff, Plüsch, Glas, Metall und bedrucktes oder farbiges Papier und Pappe.
Geeignete Materialien
– Seile unterschiedlicher Stärke aus Naturfasern (z.B. Hanf)
– verschieden große Kartons oder Schachteln mit Schlupflöchern
– Wurzelholz und Weidenbrücken
– Röhren von unterschiedlichen Durchmessern (der Hamster sollte mit gefüllten Backen hindurchlaufen können) aus unbedruckter Pappe (z.B. Toiletten- oder Haushaltspapier-Rollen), Ton, Holz oder Korkrinde, die zu einem Tunnelsystem zusammengesetzt werden können
– Kobel aus Naturfasern
– Klettergeräte aus Holz (z.B. Zoofachhandel)
– größere Natur- und Ziegelsteine
– ungespritzte Äste und Zweige betimmter Strauch- und Baumarten
Untergrund
Ein ausbruchsicheres Freigehege für den Hamster kann beispielsweise in einer eher dämmrigen und zugluftgeschützten Zimmerecke angelegt werden. Diese mit einer rutschsicheren Stroh-Matte auslegen und mit Einstreu (Hanf), trockenen Blättern, Sand zum Buddeln und einer Mischung aus Heide- und Waldboden versehen. Das bringt Abwechslung und der Nager kann seine Umgebung mit allen Sinnen erleben, denn Hamster sehen, riechen, tasten, schmecken und hören.
Bitte beachten Sie, auch in diesem Areal dem Hamster eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten und etwas Futter bereit zu stellen.
Gerne angenommen wird auch ein Topf mit Katzengras, an dem der Hamster nagt und klettert.
Geistige Herausforderungen
Hamster sind schlaue Lebewesen und lassen sich beispielsweise auf ein bestimmtes Geräusch (Pfiff oder Melodie) trainieren, wenn es Futter gibt. Nach kurzer Zeit wird er hungrig aus seinem Bau kommen, wenn dieses Geräusch ertönt.
In einer verschlossenen Pappröhre verstecken Sie besonders schmackhaftes Futter für Ihr Tier und beobachten den Hamster dabei, wie er ein Loch nagt, um an den Leckerbissen zu gelangen.
Zutrauliche Artgenossen erschnüffeln das Futter auch, in welcher geschlossenen Hand sie es verbergen. Oder Sie verstecken das Lieblingsfutter Ihres Tieres immer an einer bestimmten Stelle im Freigehege. Binnen kurzer Zeit sucht der Hamster dank seines vorzüglichen Orientierungssinns zielgerichtet an diese Stelle, um nachzuschauen, ob es etwas für ihn zum Fressen gibt.
